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  >> Greifvögel | Steinadler

 

  Steinadler - Aquila chrysaetos

Aussehen:

Altvögel sind einfarbig dunkelbraun gefärbt. Oberkopf und Nacken zeigen eine roströtliche Färbung welche ihm im englischen die Bezeichnung "Golden Eagle" verschaffte. Schwung- und Stoßfedern besitzen dunkle Binden und Marmorierungen. Bei einer guten Beobachtungsgabe können Jungvögel gut angesprochen werden. Auffallend sind auf den Flügelunterseiten sowie das weiß-braune Stoßgefieder. Innerhalb von 4-6 Jahren mausern Steinadler ins Alterskleid.

Größe und Gewicht:

Männchen: Größe 79-95cm, Spannweite 190-210 cm, Gewicht 3000-4500 g

Weibchen: Größe 79-95 cm, Spannweite 215-230 cm, Gewicht 3500-6500 g

Vorkommen und Brut:

In Deutschland leben nur in den Alpen Steinadler mit ca. 50 Brutpaaren. Seit einigen Jahren werden auch wiederholt Beobachtungen aus dem Schwarzwald gemeldet. In Afrika und Australien leben nahe verwandte des Steinadlers; der Keilschwanzadler in Australien, der Kaffernadler in Afrika. Steinadler sind ganzjährig im gewählten Revier anzutreffen. Der Horst steht meist in Felswänden, geschützt durch Überhänge oder seitliche Felsvorsprünge. Am Horst wird ganzjährig gebaut, hauptsächlich aber zwischen Februar und Juni. Zwischen Mitte März und Mitte April werden meist zwei schmutzigweiße, mit lehmiggelben und langen Flecken gelegt. Das Gelege wird 42 - 45 Tage bebrütet. Steinadler verfügen über einen ausgeprägten Kainismus - das bedeutet, der jüngere Nestling wird vom älteren stark vom Futter abgedrängt und verhungert sehr oft.

Beute:

Steinadler sind Überraschungsjäger, die beim Anflug an die Beute jegliche Deckung ausnützen. Oft jagen zwei Adler in Kompanie zusammen. Geschlagen werden meist kleinere Beutetiere wie verschiedene Nagetierarten (Kaninchen, Murmeltiere) oder Hühnervögel (Schneehühner). Als Beute dienen Säugertiere bis zur Größe von Fuchs, Reh- oder Gamskitz, Flugwild bis zum Auerhahn, Reiher, Gans und Storch. Besonders im Winter dienen Aas und Fallwild als Nahrung. Berichte von Steinadlern welche Kleinkinder rauben und an ihre Jungen verfüttern gehörten zweifelsohne ins Reich der Märchen und Mythen.

 

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