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  Greifvögel - Die Könige der Lüfte

Lieber Greifvogelfreund
Wir bemühen uns den Besuchern des Bayerischen Jagdfalkenhofes möglichst viel über die faszinierende Tiergruppe "Greifvögel" näher zu bringen. Hier können Sie einige Informationen über die am Bayerischen Jagdfalkenhof zu sehenden, aber auch die einheimischen Greifvogelarten lesen.

In Ihrem Interesse versuchen wir diese Informationen möglichst kompakt zu halten. Sollten Sie zu einer bestimmten Greifvogelart genauere Fragen haben, kontaktieren Sie uns einfach per Email. Dann können wir Ihnen umfangreichere Auskunft geben.

Greifvögel (Falconiformes)

Greifvögel haben die Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Kraft, Eleganz, Schnelligkeit und Größe ließen sie zu Symbolen von Göttern werden; ihre Abbilder fanden und finden sich in vielen Adels- und Staatswappen. Diesem besonderen Flair der Greifvögel erliegen viele.

Weltweit gibt es ca. 291 Greifvogelarten in 88 Gattungen, vom kleinen Finkenfälkchen mit 35 g Gewicht bis zum stattlichen Andenkondor mit stolzen 14 Kilogramm.

Diese Vielfalt wird in verschiedene Gruppen unterteilt. Der Einfachheit halber werden wir hier allerdings nur in zwei Gruppen unterscheiden.

In Falken (Falcones) und in Habichtartige (Accipitres)

 

Habichtartige Greifvögel:

 

Habicht - Accipiter gentilis
Habichte sind mittelgroße Greifvögel mit verhältnismäßig kurzen, aber breiten, runden Flügeln und einem langen Stoßgefieder was ihn als Jäger deckungsreicher Landschaften kennzeichnet.
   

Kaiseradler - Aquila heliaca
Er ist nur wenig kleiner, aber deutlich schwächer als der Steinadler. Seine Flügel sind verhältnismäßig lang und breit. Der Name Kaiseradler rührt angeblich von der Zeichnung seines Gefieders her, welches die Farben der Habsburger Kaiserkette tragen soll.
 

 
   

Mäusebussard - Buteo buteo
Dieser etwas mittelgroße Geifvogel ist einer der häufigsten einheimischen Greifvögel. Der kurze Stoß und die breiten, nicht allzu langen Flügel lassen den Mäusebussard kompakt, fast plump erscheinen. Oft ist er kreisend über offenen Landschaften oder Wäldern zu beobachten.
   

Rotmilan - Milvus milvus
Rotmilane sind mittelgroße Greifvögel und deutlich größer als Mäusebussarde. Ihr langer, tief gegabelter, rostroter Stoß macht sie unverwechselbar und brachte ihnen den Beinamen "Gabelweihe" ein. Durch die langen und schmalen Flügel zeigt sich zusammen mit dem langen Stoßgefieder eine sehr schlankes Erscheinungsbild. Seine hohe Flügelfläche im Vergleich zu seinem geringen Körpergewicht machen ihn zu einem perfekten Segelflieger.
   

 

Schreiadler - Aquila pomarina
Der Schreiadler ist die kleinste unserer heimischen Adlerarten. Nur wenig größer als der Mäusebussard ist sein Erscheinungsbild dennoch typisch adlerartig mit relativ langen, breiten Flügeln und tief eingeschnittenen Handschwingen. Sein Name ist auf seine außerordentliche Ruffreudigkeit, besonders während der Balz zurückzuführen.
   

Schwarzmilan - Milvus migrans
In der Größe zwischen Rotmilan und Mäusebussard liegend, sind Schwarzmilane etwa mittelgroße Greifvögel. Ihre Flügel sind breiter als beim Rotmilan, der Stoß kürzer, was dem Schwarzmilan ein kopaktes Aussehen verleiht. Der Stoß ist im Gegensatz zum Rotmilan nur schwach gegabelt und wirkt im gespreizten Zustand wie abgeschnitten.
   

Seeadler - Haliaeetus albicilla
Der Seeadler ist Deutschlands größter Greifvogel. Seine langen und breiten Flügen wirken im Flug brettartig. Da der Kopf im Flug weit nach vorn gestreckt wird und der Stoß nur kurz und keilförmig ist, erscheinen die Flügel körpermittig zu sitzen. Auffällig ist der mächtige Schnabel. Gerade durch die Abholzung von Auwäldern und die Begradigung von Küstenstreifen aber auch Flussläufen, sowie die steigende Bebauung dieser Gebiete zerstören nachhaltig den Lebensraum des Seeadlers. Hinzu kommen oft massive Umweltverschmutzungen durch verschiedenste Umweltgifte wie Düngemitteln aber auch Ölkatastrophen. Der Seeadler ist auch das Wappentier der Bundesrepublik Deutschland.
   
  Sperber - Accipiter nisus
Der Sperber ist der kleinste in Deutschland brütende Greifvogel. Sein Aussehen und seine Lebensweise kennzeichen ihn als typischen "kleinen Habicht". Sein Flugbild ist durch kurze, breite, abgerundete Flügel und ein langes Stoßgefieder gekennzeichnet. Der Kopf ist verhältnismäßig klein und wirkt beim Männchen zierlich
   
  Steinadler - Aquila chrysaetos
Der Steinadler gilt seit langer Zeit als Sinnbild für Wehrhaftigkeit und Stärke. So manches Wappen ziert sein Abbild. Er ist nur wenig kleiner als der Europäische Seeadler und damit Deutschlands zweitgrößter Greifvogel. In Flug wirkt er leicht und elegant. Seine Flügel sind lang, breit und oft leicht angewinkelt. Der Stoß ist verhältnismäßig lang was dem Steinadler im Flug ein schlankes Aussehen verleiht.
   

Steppenadler - Aquila nipalensis o. Aquila rapax nipalensis
Steppenadler sind große, kräftige, breitflüglige Adler aber deutlich kleiner als Stein- und Kaiseradler. Die Zuordnung des Steppenadlers als eigene Art (Aquila nipalensis) oder als Unterart des afrikanischen Raubadlers (Aquila rapax) ist bisher ungeklärt.
   

Wespenbussard - Pernis apivorus
Der Wespenbussard ist etwa so groß wie der Mäusebussard, relativ breit- und langflüglig und mit einem langen Stoß. Der kleine Kopf wird im Flug taubenartig weit nach vorn gestreckt. Insgesamt wirkt der Wespenbussard schlanker als der Mäusebussard.